| Eine Chronik des Ortes Holzerode in Daten |
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Seite 1 von 9 Das Mittelalter und die Zeit der Herrschaft Plesse1055 Mainzer Erzbischof Lupold gründet in Nörten ein dem Hl. Petrus geweihtes Stift. Als Ausstattung überträgt er Kirchenzehnten und Besitz an mehr als zwanzig Orten, darunter auch den Zehnten sowie „Waldäckerchen", Felder, Wiesen und Weiden von Holzerode („Hozzesroth"). Dies ist die früheste urkundliche Erwähnung von Holzerode; der Ort selbst hat zu dieser Zeit bereits seit längerem bestanden. Der Name „Hozzesroth" bedeutet soviel wie „Rodungssiedlung des Hozzi". 1288 Das benachbarte Tyterlingerode (Deterdingerode) wird erstmals urkundlich als plessisches Dorf genannt. Vermutlich handelt es sich um eine Gründung der Herren von Plesse. 1322 Holzerode wird erstmals als Besitz der Herren von Plesse erwähnt und bleibt fortan rund 600 Jahre ein „Plessedorf". Die Herren von Plesse verpfänden in diesem Jahr den 6. Teil von Holzerode (und dem benachbarten Tyterlingerode) für 24 Mark Silber an ihre Burgmannen Tyle und Jan von Bodenhausen. 1339 Der Mainzer Erzbischof Heinrich III. von Virneburg verlangt, dass der für Holzerode zuständige Priester Druchtlenus, der sich in Göttingen niedergelassen hat, wieder in sein Dorf zurückkehrt, um seinen Pflichten nachzukommen. 1349 Erstmals ist ein Vorwerk der Herren von Plesse in Holzerode genannt. 1379 Die Herren von Plesse lösen die 1322 verpfändeten Anteile von Holzerode und Tyterlingerode wieder aus. Tyterlingerode ist zu dieser Zeit bereits als Dorf aufgegeben, die Bewohner haben sich zumeist in Holzerode angesiedelt. 1397 Das Dorf Moseborn wird erstmals urkundlich erwähnt. In diesem Jahr erwirbt der Schuster Johann Moseborne in Göttingen das Bürgerrecht. 1399 Die Herren von Plesse verpfänden den Kirchenzehnten von Moseborn. 15. Jahrhundert Tyterlingerode wird als Wüstung im Besitz der Herren von Plesse erwähnt. 1425 Der Göttinger Bürger Hans von Dransfeldt und der Schreiber der Herren von Plesse, Hermann, werden als Vormünder der Kirche von Moseborn, die das Patrozinium St. Crucis (Heilig Kreuz) trägt, genannt. 1493 Mit dem plessischen Vorwerk in Holzerode wird Johann von Recke belehnt. 1495 Der Edelherr Dietrich II. von Plesse überträgt an seine Schwiegertochter Anna von Spiegelberg das Dorf Holzerode mit zwei Fuhrwerken als Brautgabe. 1540 Holzerode wird der neu gegründeten Pfarrei in Spanbeck angeschlossen; bisher hatte es kirchlich zu Unterbillingshausen gehört. |